
Die häufigsten Fehler beim Website-Relaunch
Ein Website-Relaunch ist ein großes Projekt und eine große Chance. Neue Technik, besseres Design, klarere Strukturen. Endlich alles richtig machen.
Aber zwischen Kick-off und Go-Live lauern Dutzende Stolperfallen. Manche kosten nur Zeit, andere kosten Rankings, Kunden oder das komplette Projektbudget.
Bevor es losgeht: Brauchen Sie überhaupt einen Relaunch?

Zeit für einen Website-Relaunch? Diese Signale verraten es
Manchmal weiß man es längst, braucht aber noch die richtigen Argumente. Diese klaren Signale zeigen, wann ein Website-Relaunch nicht mehr aufgeschoben werden sollte.
Zusammenarbeit & Kommunikation
Design nach eigenem Geschmack entscheiden
"Mir gefällt Blau besser" ist kein Designargument. Noch schlimmer: Wenn jeder im Unternehmen mitreden darf, entsteht Design by Committee, ein Kompromiss, der niemandem gefällt und niemanden überzeugt. Designentscheidungen sollten auf Nutzererwartungen und Markenidentität basieren, nicht auf persönlichen Vorlieben oder der Hierarchie im Raum.
Webdesigner nicht unterstützen
Die Agentur wartet wochenlang auf Feedback, Texte oder Bildmaterial. Dann soll es plötzlich schnell gehen und die Qualität leidet.
Stakeholder nicht einbinden
Vertrieb, Kundenservice, Fachabteilungen sehen die neue Website erst nach dem Launch. Dann hagelt es Änderungswünsche.
Nicht auf Experten hören
Die Agentur warnt vor einer Entscheidung, der Kunde besteht darauf. Manchmal liegt der Kunde richtig. Aber wenn es um technische Risiken oder bewährte UX-Prinzipien geht, haben die Warnungen meist einen Grund.
Warnzeichen bei der Agenturwahl übersehen
Nur auf den Preis schauen und Red Flags ignorieren. Dass die Agentur nicht die richtige war, zeigt sich erst mitten im Projekt.

Die richtige Webdesign-Agentur finden - Red Flags bei der Agentur-Auswahl
Die Auswahl der richtigen Webdesign-Agentur ist entscheidend für den Erfolg Ihres Web-Projekts. Hier finden Sie eine praktische Anleitung.
Strategie & Planung
Keine klare Zielsetzung
Was soll der Relaunch eigentlich erreichen? Mehr Leads, bessere Usability, modernes Design? Ohne definierte Ziele lässt sich weder planen noch messen, ob das Projekt erfolgreich war.
Alte Struktur nicht hinterfragen
Die Navigation wird 1:1 übernommen, weil "das schon immer so war". Dabei wäre der Relaunch die perfekte Gelegenheit, die Informationsarchitektur grundlegend zu überdenken.
Keinen Zeitpuffer einplanen
Alles auf Kante geplant. Die erste Verzögerung, und sie kommt, sprengt den gesamten Zeitplan.
Content-Migration unterschätzen
"Die Texte kopieren wir schnell rüber", und dann sind es 500 Seiten, die einzeln geprüft, angepasst und eingepflegt werden müssen.
Content & SEO
Alten Content 1:1 übernehmen
Texte von 2015, veraltete Produktinfos, redundante Seiten. Alles wird mitgeschleppt, statt den Relaunch für einen Content-Audit zu nutzen.
Analytics-Daten ignorieren
Die meistbesuchten Seiten werden versteckt, gut funktionierende Landingpages verschwinden. Niemand hat vorher in die Statistiken geschaut.
Keine 301-Redirects einrichten
URLs ändern sich, aber Weiterleitungen fehlen. Ergebnis: 404-Fehler, wertvolle Backlinks führen ins Nichts, die mühsam aufgebaute Sichtbarkeit stürzt ab.
SEO-Daten nicht migrieren
Meta-Titles, Descriptions, Alt-Texte: alles weg. Google muss Ihre Seiten neu bewerten, als wären sie frisch erstellt.
Design & UX
Auf Designtrends aufspringen
Was heute modern aussieht, wirkt in zwei Jahren veraltet. Zeitloses Design schlägt kurzfristige Trends.
Mobile Experience vernachlässigen
Die Desktop-Version sieht fantastisch aus. Auf dem Smartphone ist sie unbenutzbar, und dort sind die meisten Nutzer.
Barrierefreiheit vergessen
WCAG-Richtlinien und BFSG-Anforderungen werden ignoriert. Später muss teuer nachgebessert werden.
Technik & CMS
CMS nicht richtig recherchieren
Das CMS wird nach Bauchgefühl gewählt oder weil "alle WordPress nutzen". Ob es zu den Anforderungen passt, wird nicht geprüft.
Performance nicht testen
Die neue Seite geht live, ohne dass jemand Ladezeiten oder Core Web Vitals geprüft hat. Dass die Startseite 8 Sekunden lädt, fällt erst auf, wenn sich Nutzer beschweren.
Kein Staging-Environment
Änderungen werden direkt auf der Live-Seite getestet. Was soll schon schiefgehen?
Nach dem Launch
Kein Post-Launch-Monitoring
Der Relaunch ist geschafft, alle sind erleichtert, und niemand prüft, ob alles funktioniert. Fehler bleiben wochenlang unentdeckt.
Keine Wartung einplanen
Die neue Website läuft, aber wer kümmert sich um Updates, Sicherheit und Weiterentwicklung? Niemand hat daran gedacht.
Denken, dass die Website jetzt "fertig" ist
Der Relaunch ist abgeschlossen, jetzt muss man sich bis zum nächsten Relaunch nicht mehr kümmern. Falsch. Eine Website ist ein lebendiges Produkt. Sie braucht kontinuierliche Optimierung, frischen Content und regelmäßige Anpassungen an neue Anforderungen.
Fazit
Diese Fehler haben unterschiedliche Ursachen: Manche passieren aus Unwissen, andere aus Zeitdruck, falschen Prioritäten oder mangelnder Kommunikation. Ein Relaunch ist kein IT-Projekt, das man an eine Agentur übergibt und drei Monate später abholt. Er erfordert Zusammenarbeit, klare Ziele und realistische Erwartungen auf beiden Seiten.
Die gute Nachricht: Wer die typischen Fallen kennt, kann sie umgehen. Nutzen Sie diese Liste als Checkliste, vor, während und nach Ihrem Projekt.
Relaunch geplant?
Wir begleiten Sie von der ersten Analyse bis zum Go-Live und darüber hinaus. Dabei achten wir darauf, dass keiner dieser Fehler passiert.
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